Der häufigste Anfangsfehler ist nicht Faulheit. Es ist Überladung. Rechte Hand, linke Hand, Balg, Noten, Rhythmus, schönes Stück, sauberes Tempo. Alles gleichzeitig. Dann wundert man sich, dass der Kopf schließt.
Das Akkordeon ist ein Instrument der Koordination. Koordination wächst schlecht unter Druck.
Eine Sache darf im Vordergrund stehen
Wenn Du die linke Hand übst, darf die rechte schweigen. Wenn Du den Balg hörst, muss das Stück nicht vollständig laufen. Wenn Du zwei Takte zusammensetzt, ist es egal, ob der Rest schon wartet.
Klein ist nicht anspruchslos
Eine kleine Aufgabe kann sehr genau sein. Einen Bass weich setzen. Einen Ton bis zum Ende tragen. Einen Wechsel ohne Schulterspannung schaffen. Das ist Arbeit. Nur eben Arbeit, die lösbar bleibt.
Wer weniger gleichzeitig verlangt, kommt oft schneller zu Musik. Paradox ist das nur auf den ersten Blick.


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