5 spannende Konzertabende im September 2026 in Stuttgart

Der September bringt in Stuttgart einige sehr unterschiedliche Konzertabende zusammen: große Sinfonik in der Liederhalle, Jazz im Club, Beethoven in kammermusikalischer Verwandlung – und ein ungewöhnlich persönliches Programm mit Klarinette und Akkordeon in Stuttgart-Rot.

Für diese Auswahl standen deshalb weniger Größe oder Bekanntheitsgrad im Vordergrund als die Frage: Welche Abende versprechen ein besonderes Konzerterlebnis?

Fünf Termine stechen dabei besonders heraus.

Die fünf Konzerttipps im Überblick

PlatzKonzertTerminOrtWas den Abend besonders macht
1D’Ané: deeper insight – Klangspuren im Leben13. September, 18 UhrAuferstehungskirche Stuttgart-RotKlarinette und Akkordeon, verbunden mit einer persönlichen Geschichte
2AMARÉ feat. Céline Rudolph11. September, 20:30 UhrBIX Jazzclubbrasilianische Musik, Kammermusik und zeitgenössischer Jazz
3Vier Pianisten – Ein Konzert16. September, 20 UhrTheaterhaus StuttgartKlassik, Jazz und Boogie-Woogie an zwei Flügeln
4Beethoven re:composed20. September, 17 UhrBerger Kirchebekannte Musik in ungewohnten kammermusikalischen Fassungen
5FINAL FANTASY – Symphonic Memories26. September, 19:30 UhrLiederhalle, Hegel-SaalVideospielmusik im großen sinfonischen Klang

1. D’Ané: deeper insight – Klangspuren im Leben

13. September 2026, 18 Uhr
Auferstehungskirche Stuttgart-Rot

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Das ist ein Konzert, das sich schon durch seine Besetzung von vielen anderen Septemberterminen unterscheidet: Klarinette und Akkordeon.

Hinter dem Duo D’Ané stehen die Klarinettistin Elke Bürger und die Akkordeonistin Janina Rüger-Aamot, die seit 2010 miteinander musizieren. Mit deeper insight – Klangspuren im Leben rückt nun stärker in den Mittelpunkt, was hinter dieser langjährigen musikalischen Zusammenarbeit liegt.

Das Programm erzählt von zwei Frauen, deren musikalische Wege durch ein einschneidendes Ereignis zusammengeführt wurden. Dabei übernimmt die Musik mehr als eine begleitende Funktion. Stücke, Klangfarben und Übergänge werden Teil einer Geschichte, die sich erst im Zusammenspiel von Musik und persönlichem Hintergrund vollständig erschließt.

Gerade das macht den Abend interessant. Konzertprogramme erzählen häufig über Komponist:innen oder Werke. deeper insight richtet den Blick stärker auf die Menschen, die diese Musik spielen – und darauf, weshalb bestimmte Musik im eigenen Leben Bedeutung bekommt.

Auch klanglich ist die Kombination reizvoll. Klarinette und Akkordeon können beide lange Linien tragen, sehr fein reagieren und ihren Klang über Atem beziehungsweise Balg gestalten. Dadurch entsteht eine ungewöhnlich organische Verbindung zwischen zwei Instrumenten, die im klassischen Konzertbetrieb vergleichsweise selten gemeinsam zu hören sind.

Das Konzert ist Teil des 7. Roten Kultursommers und findet bei geeignetem Wetter im Kirchgarten der Auferstehungskirche statt. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.

Warum Platz 1? Weil hier musikalische Qualität, eine ungewöhnliche Besetzung und eine persönliche Geschichte zu einem Format zusammenkommen, das sich deutlich vom üblichen Konzertabend unterscheidet.

D’Ané: deeper insight – Klangspuren im Leben


2. AMARÉ feat. Céline Rudolph – Brasilien trifft zeitgenössischen Jazz

11. September 2026, 20:30 Uhr
BIX Jazzclub Stuttgart

Zum Programm des BIX

Zwei Tage zuvor steht im BIX ein Abend auf dem Programm, der musikalisch in eine völlig andere Richtung führt.

AMARÉ feat. Céline Rudolph verbindet brasilianische Musik mit kammermusikalischen Klangfarben und zeitgenössischem Jazz. Gerade diese Mischung macht neugierig, weil unterschiedliche musikalische Traditionen hier weniger nebeneinanderstehen als miteinander ins Gespräch kommen.

Céline Rudolph bringt dabei eine Stimme ein, die sich selbstverständlich zwischen Gesang und instrumentalem Ausdruck bewegt. In solchen Besetzungen wird die Stimme schnell zu einem weiteren Klangkörper innerhalb des Ensembles – mit rhythmischer, melodischer und farblicher Funktion.

Auch der Ort passt zu dieser Musik. Das BIX bietet eine Nähe zwischen Bühne und Publikum, die spontane Reaktionen und musikalische Kommunikation besonders unmittelbar erleben lässt.

Wer im September einen Abend sucht, der zwischen Jazz, Brasilien und Kammermusik wandert, findet hier einen starken Termin.

AMARÉ feat. Céline Rudolph im BIX


3. Vier Pianisten – Ein Konzert

16. September 2026, 20 Uhr
Theaterhaus Stuttgart

Zum Konzert im Theaterhaus

Vier Pianisten, zwei Flügel und vier deutlich unterschiedliche musikalische Handschriften: Schon die Besetzung verspricht einen Abend, der sich kaum auf ein Genre reduzieren lässt.

Sebastian Knauer, Martin Tingvall, Joja Wendt und Axel Zwingenberger kommen aus Klassik, Jazz und Boogie-Woogie. Zum zehnjährigen Bestehen ihres gemeinsamen Projekts stehen sie nun wieder gemeinsam auf der Bühne.

Interessant wird das vor allem dort, wo die musikalischen Welten aufeinandertreffen. Einzelne Pianisten erhalten eigene Räume, gleichzeitig entstehen verschiedene gemeinsame Konstellationen – vierhändig, an zwei Flügeln oder sogar achthändig.

Gerade dadurch lässt sich hören, wie unterschiedlich Menschen dasselbe Instrument behandeln können. Anschlag, Rhythmus, Phrasierung und musikalisches Denken verändern den Charakter des Klaviers erheblich.

Für ein Publikum, das sich gern zwischen Genres bewegt und Freude an musikalischer Virtuosität hat, dürfte dieser Abend zu den unterhaltsamsten Septemberterminen gehören.

Vier Pianisten – Ein Konzert


4. Beethoven re:composed – bekannte Musik aus einer anderen Perspektive

20. September 2026, 17 Uhr
Berger Kirche Stuttgart

Zum Veranstaltungseintrag

Beethoven ist so häufig zu hören, dass es durchaus schwierig geworden ist, einen wirklich neuen Blick auf seine Musik zu eröffnen.

Beethoven re:composed versucht genau das über die Besetzung.

Das Ensemble Balance beschäftigt sich mit Bearbeitungen und kammermusikalischen Fassungen von Beethovens Musik. Auf dem Programm stehen unter anderem die 2. Sinfonie als Klaviertrio, ausgewählte Walisische Lieder und die Große Fuge op. 134 für Klavierduo.

Solche Bearbeitungen verändern das Hören. In kleiner Besetzung treten einzelne Linien deutlicher hervor, harmonische Beziehungen werden transparenter und vertraute Musik kann plötzlich ungewohnt direkt wirken.

Spannend ist dabei auch der historische Aspekt: Das Bearbeiten von Musik für andere Besetzungen gehört keineswegs nur in unsere Zeit. Beethoven selbst arbeitete mit unterschiedlichen Fassungen und musikalischen Übertragungen.

Die Konzertreihe in der Berger Kirche verbindet das Programm zusätzlich mit Gesprächsformaten und Begegnung. Dadurch entsteht ein etwas anderer Zugang zum klassischen Konzert.

Beethoven re:composed in der Berger Kirche


5. FINAL FANTASY – Symphonic Memories

26. September 2026, 19:30 Uhr
Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Zum Konzert der Stuttgarter Philharmoniker

Videospielmusik hat sich längst einen festen Platz im Konzertsaal erobert. Bei FINAL FANTASY – Symphonic Memories wird daraus ein großes sinfonisches Programm.

Die Stuttgarter Philharmoniker spielen Musik aus Final Fantasy VIIKingdom Hearts und NieR. Zusätzlich ist eine eigens für diesen Abend beauftragte neue Tondichtung auf Grundlage der Musik von NieR angekündigt.

Gerade bei Videospielmusik lohnt sich der Wechsel vom Bildschirm in den Konzertsaal. Musik, die ursprünglich eng mit Handlung, Figuren und Spielwelten verbunden ist, muss dort plötzlich allein als musikalischer Verlauf bestehen.

Im Orchester werden dabei Strukturen hörbar, die während des Spiels oft eher intuitiv wahrgenommen werden: Themen, Instrumentation, Spannungsverläufe und wiederkehrende musikalische Motive.

Der Abend dürfte deshalb sowohl Fans der Spiele als auch Menschen ansprechen, die groß besetzte sinfonische Musik gern einmal außerhalb des klassischen Repertoires erleben möchten.

FINAL FANTASY – Symphonic Memories


Welcher Konzertabend passt zu wem?

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eine persönliche Geschichte, ungewöhnliche Besetzung und einen intimen KonzertabendD’Ané – deeper insight
Jazz mit brasilianischen und kammermusikalischen EinflüssenAMARÉ feat. Céline Rudolph
Virtuosität und Begegnungen zwischen Klassik, Jazz und Boogie-WoogieVier Pianisten – Ein Konzert
Beethoven in ungewohnten BesetzungenBeethoven re:composed
großes Orchester und Musik aus bekannten VideospielweltenFINAL FANTASY – Symphonic Memories

Fünf sehr verschiedene Arten, einen Konzertabend zu verbringen

Die Auswahl zeigt vor allem, wie weit der Begriff Konzert in Stuttgart gefasst werden kann.

Am 13. September erzählt deeper insight eine persönliche Geschichte mit Klarinette und Akkordeon. Zwei Tage zuvor verbindet das BIX brasilianische Musik mit Jazz. Im Theaterhaus treffen vier höchst unterschiedliche Pianisten aufeinander, die Berger Kirche zeigt Beethoven aus einer neuen Perspektive und die Stuttgarter Philharmoniker verwandeln Musik aus Videospielen in große Sinfonik.

Gerade diese Unterschiede machen den September interessant.

Der ungewöhnlichste Abend der Auswahl dürfte D’Ané mit deeper insight – Klangspuren im Leben sein, weil hier Musik, Biografie und die langjährige Verbindung zweier Musikerinnen zu einem eigenen Konzertformat werden.

D’Ané – deeper insight: Klangspuren im Leben
Elke Bürger, Klarinette
Janina Rüger-Aamot, Akkordeon

Sonntag, 13. September 2026, 18 Uhr
Auferstehungskirche
Haldenrainstraße 200
Stuttgart-Rot

Bei geeignetem Wetter im Kirchgarten.
Eintritt auf Spendenbasis.

Weitere Informationen zu deeper insight und zum Roten Kultursommer

Stand der Auswahl: August 2026.

Ich bin Janina

Janina Rüger-Aamot

Schön, dass Du hier bist und Dich für das Akkordeon und all‘ die wunderbaren Möglichkeiten, die dieses tolle Instrument zu bieten hast, interessierst.
Ich nehme Dich gern mit auf eine Reise in die Welt von Tasten, Knöpfen und Balg.

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Frag‘ den Michael:

Ich möchte Euch jemanden vorstellen der nicht nur ein unglaublicher Akkordeonexperte ist, sondern auch ein super sympathischer Mensch, der immer ein offenes Ohr für meine (und sicher auch Eure) Fragen hat: Michael Hellmer / Akkordeonbaumeister. In seinen Videos beantwortet er alle Eure Fragen zum Innenleben eines Akkordeons. Es lohnt sich: