Viele Erwachsene behandeln Noten wie eine Eintrittskarte. Erst lesen können, dann spielen dürfen. Beim Akkordeon darf es umgekehrt beginnen: spielen, hören, wiedererkennen, lesen.
Natürlich helfen Noten. Sie geben Halt. Aber sie müssen nicht vom ersten Tag an vollständig verstanden werden. Ein Anfangston, ein Rhythmus, eine Wiederholung: Das reicht oft, um eine Melodie sinnvoll zu beginnen.
Ein Zeichen nach dem anderen
Lerne nicht ‚die Noten‘. Lerne die Zeichen, die in Deinem Stück wirklich vorkommen. Dann haben sie sofort einen Klang. Das ist viel besser, als Theorie zu stapeln, die im Ohr noch keinen Platz hat.
Bleistift ist erlaubt
Schreib Dir etwas an. Markiere eine Stelle. Kreise einen Sprung ein. Das ist kein Betrug, sondern Arbeit am Material. Musiker tun das ständig.
Notenlesen darf mitwachsen. Es muss nicht wie eine alte Prüfung riechen.


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