Ein Akkordeon kann wunderbar klingen und trotzdem das falsche Instrument für Dich sein. Das merkt man nicht immer beim ersten Ton. Man merkt es nach zehn Minuten, wenn die Schultern fest werden und der Balg plötzlich wie Arbeit wirkt.
Gewicht ist beim Akkordeon kein technischer Randpunkt. Es ist Teil der Lernmethode. Ein Instrument, das zu schwer ist, verändert Haltung, Atmung und Lust.
Der kurze Test
Setz Dich mit dem Instrument hin. Nicht für drei Sekunden, sondern wirklich für einige Minuten. Öffne und schließe den Balg. Spiele ein paar Töne. Achte nicht nur auf Klang. Achte auf Deinen Nacken, auf die Schultern, auf die Stelle, an der die Gurte liegen.
Wenn Du schon beim Ausprobieren denkst: Das halte ich tapfer aus, ist das kein gutes Zeichen. Üben sollte nicht mit Tapferkeit beginnen.
Kleiner kann klueger sein
Viele Anfänger greifen zum größeren Instrument, weil es nach mehr Zukunft aussieht. Manchmal stimmt das. Manchmal ist das kleinere, gut spielbare Akkordeon der bessere Anfang, weil es wirklich benutzt wird.
Ein Instrument, das Du gern nimmst, schlägt ein eindrucksvolles Instrument, das im Koffer bleibt.


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