20 Minuten klingen wenig. Vor allem, wenn im Kopf noch die alte Vorstellung sitzt, ein Instrument verlange tägliche Opfer. Aber 20 Minuten können sehr viel sein, wenn sie nicht im Nebel beginnen.
Das Problem ist selten die Uhr. Das Problem ist der Moment, in dem man das Instrument nimmt und erst dann überlegt, was eigentlich geübt werden soll.
Eine Aufgabe pro Einheit
Wähle vor dem ersten Ton eine Aufgabe. Nicht: Ich übe das Stück. Sondern: Ich übe den Wechsel von Takt 3 zu Takt 4. Oder: Ich spiele die linke Hand so ruhig, dass der Bass nicht nach vorne fällt.
So wird die Zeit schmaler, aber wirksamer. Du gehst nicht mit dem Gefühl weg, alles angefasst und nichts verändert zu haben.
Am Ende einmal Musik
Nach der Detailarbeit solltest Du das Stück wenigstens einmal im Zusammenhang spielen. Nicht, um alles zu kontrollieren. Eher, damit der Körper merkt, wofür die kleine Arbeit da war.
20 Minuten sind kein Wunderprogramm. Aber sie sind genug, um in Verbindung zu bleiben. Und Verbindung ist beim Lernen oft wichtiger als große Anläufe.


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