Fast jeder, der mit 50 oder 60 anfängt, Akkordeon zu lernen, stellt sich diese Frage:
„Wie viel muss ich eigentlich üben, damit es etwas bringt – ohne dass es in Stress ausartet?“
Vielleicht hast du Angst, dass du:
jeden Tag stundenlang üben musst oder dass es sich wie Pflicht anfühlt oder dass du es zeitlich sowieso nicht schaffst.
Die gute Nachricht zuerst:
Man muss nicht viel üben. Aber man sollte regelmäßig üben.
Die wichtigste Regel zuerst: Regelmäßigkeit schlägt Dauer
Viele Erwachsene denken:
„Wenn ich nur einmal pro Woche Zeit habe, dann aber richtig lange.“
Das funktioniert deutlich schlechter als:
Mehrmals pro Woche kurz und entspannt.
Warum?
Das Gehirn lernt durch Wiederholung. Die Finger lernen durch häufige Bewegung. Lange Pausen dazwischen werfen dich immer wieder zurück.
Die ehrliche Empfehlung für erwachsene Anfänger
Für die meisten Erwachsenen ist ideal:
✅ 4–6 Tage pro Woche ✅ jeweils 15–30 Minuten ✅ lieber kurz und konzentriert als lang und erschöpft
Das sind:
1,5 bis 3 Stunden pro Woche – und das reicht völlig für gute Fortschritte.
„Aber früher hat man doch immer eine Stunde üben müssen …“
Das stammt aus der klassischen Musikpädagogik – oft für Kinder oder angehende Profis.
Dein Ziel ist:
nicht Konzertmusiker zu werden, sondern mit Freude Musik zu machen.
Und dafür gilt:
Zu lange Übezeiten führen bei Erwachsenen meist zu Frust, nicht zu besseren Ergebnissen.
Was passiert, wenn man zu viel übt?
Die Konzentration lässt, nach Fehler schleichen sich ein. Man wird ungeduldig. Man verbindet Üben mit Stress. Die Motivation sinkt.
Das Gegenteil von dem, was du willst.
Was passiert, wenn man zu wenig übt?
Man vergisst wieder, was man gelernt hat Die Finger bleiben unsicher Alles fühlt sich jedes Mal wie ein Neuanfang an Man hat das Gefühl, „nicht voranzukommen“
Die perfekte Übe-Länge für Kopf und Hände
Für die meisten erwachsenen Anfänger sind ideal:
🕒 15 Minuten = sehr gut für hektische Tage 🕒 20–30 Minuten = optimaler Normalfall 🕒 45 Minuten = nur, wenn man Lust und Konzentration hat
Alles über 45 Minuten bringt meist nicht mehr, sondern eher weniger.
Wie sollte eine gute Übeeinheit aussehen?
Besser als „einfach drauflos spielen“:
5 Minuten Wiederholung, 10–15 Minuten Neues oder Schwieriges, 5–10 Minuten etwas, das Spaß macht.
„Was, wenn ich mal ein paar Tage nicht übe?“
Ganz normal. Kein Drama.
Wichtig ist nicht:
Perfektion, sondern Wiederaufnahme.
Einfach weitermachen. Ohne schlechtes Gewissen.
Die wichtigste Frage ist nicht:
„Wie oft sollte ich üben?“
Sondern:
„Wie schaffe ich es, dranzubleiben – ohne Druck?“
Und die Antwort lautet fast immer:
Lieber wenig, aber regelmäßig und mit Freude.
Fazit: Wie oft und wie lange Akkordeon üben?
✅ 4–6 Tage pro Woche ✅ 15–30 Minuten pro Einheit ✅ entspannt, konzentriert, ohne Zwang
So kommen die meisten Erwachsenen am weitesten.


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